Geschichten, Erlebnisse, Reiseberichte und Reisetipps von den letzten Reisen

Die erste Fernreise: Thailand 1999

Thailand - bereist: Dezember 1999

Sabine, eine langjährige Freundin, zeigte mir Fotos von ihrem Thailand-Rucksack-Tauchtripp.

Ich war sofort infiziert vom Fernvirus und wollte genau das erleben: Thailand, tauchen, Rucksack.

Diese Reise hat mein Leben verändert und sorgte für viele weitere Reisen nach Asien und Afrika.

An was wir uns gerne erinnern...

  • Unterkunft in einem Baumhaus im Dschungel bei Khao Lak.
  • Abends wollten wir von unserem Bungalow mittem im Dschungel von Kao Sok in die 7 km entfernte Stadt fahren. Es war stockdunkel auf der Straße. Der erste Pick-Up der vorbei fuhr hielt an und nahm uns auf seiner Pritsche mit. Als wir zurückfahren wollten, suchten wir vergebens ein Taxi. Wir hielten ein Auto an und fragten nach Taxis. Der Fahrer wollte wissen, wohin wir wollten und nahm uns einfach mit. Er sprach zwar kein Wort Englisch, verstand aber, dass wir aus Germany kamen. Trotzdem hatten wir eine tolle Unterhaltung mit ihm mit den Worten "Lothar Mathäus", "Bayern München" und "Amerika" (Lothar hatte gerade gewechselt). Wobei wir mehrere Anläufe brauchten, bis wir aus seinem Genuschel "Lothar Mathäus" verstanden haben.
  • In Sukkuthai hatten wir ein Guest House etwas außerhalb. Als wir abends zurück fahren wollten, trafen wir den Besitzer unseres Guest Houses, der uns direkt anbot uns mitzunehmen - aber erst nachdem er uns zu Bier eingeladen hatte. Er war mit Freunden in der Stadt. Er konnte sehr gut Englisch und wir hatten einen guten Abend mit ihnen. Sie konnten uns alle deutschen Fußball-Bundesliga Vereine aufzählen, dafür mussten wir ihm erklären, dass Hitler gar nicht so ein "great Leader" und so ein toller Mann war...
  • Weihnachten haben wir auf einer kleinen Robinson-Insel verbracht. In einer Bucht lag eine Segelyacht, ca. 100m vom Strand entfernt. Ich schwamm an einem Abend mal hin, um zu fragen, ob wir mit ihnen zum Festland mitsegeln können. Ich klopfte also aus dem Wasser an die Bootswand und wurde herzlich von einem englischen Pärchen empfangen und zum Bier eingeladen. Sie hatten alles zu Hause verkauft, ihren Lehrerjob aufgegeben und segelten nun nur noch durch die Welt. Nur am nächsten Tag wollten sie noch nicht wieder segeln.
  • Am Heilig Abend feuerten ein paar Thais Feuerwerkskörper ab und wünschten uns ein "Happy new year". Zwar knapp daneben, aber sie haben es ja gut gemeint ;-)
  • Mitten im Dschungel feierten wir in einer Karaoke Bar den Junggesellenabschied von einem englischen Pärchen, zusammen mit einem holländischen Pärchen. natürlich waren wir weit und breit die einzigen Nicht-Asiaten. Eine Flasche einheimischer Mekong-Whiskey kostet so viel wie bei uns ein Bier, dementsprechend waren wir gut dabei. Auf der Bühne traten 3 Typen auf, die für uns schon witzig aussahen und alle Thais zum Lachen brachten. Auf einmal standen sie um uns herum, deuteten uns, dass wir aufstehen sollten und (wie beim Hulla-Hulla) auf deren Musik tanzen sollten. Sie hatten nach kurzer Zeit Erbarmen, dafür kam die zweite Nummer. Sie sagten etwas ins Mikrophon, das wir nachsprechen sollten. Die Thais haben gewaltig gelacht. Nur wir wissen leider nicht wodrüber...
  • Tauchen war überall wunderschön und die Tauch Guides (meistens aus Skandinavien, Holland,...) waren super nett
  • außerdem:
    Die Freundlichkeit und die Hilfsbereitshaft der Menschen, das gute Essen, das frische Obst mit kleinen Bananen und zuckersüßen Ananas
Weihnachten auf einer Robinsoninsel mit nur ein paar Bungalows und menschenleeren Traumstränden. Wo die ist verraten wir hier nicht, damit es so bleibt ;-) Nachtrag 2012: Es blieb nicht so. Die Insel ko racha yai ist nun touristisch angebunden und erschlossen, wie man durch zahlreiche Ressorts sehen kann.

Weihnachten auf einer Robinsoninsel mit nur ein paar Bungalows und menschenleeren Traumstränden. Wo die ist verraten wir hier nicht, damit es so bleibt ;-) Nachtrag 2012: Es blieb nicht so. Die Insel ko racha yai ist nun touristisch angebunden und erschlossen, wie man durch zahlreiche Ressorts sehen kann.

Der Strand bewegt sich. Von diesen Jungs wuselten hunderte an den Stränden rum, hatten aber reichlich Respekt vor uns.

Der Strand bewegt sich. Von diesen Jungs wuselten hunderte an den Stränden rum, hatten aber reichlich Respekt vor uns.

Vorweihnachtsstimmung in Bangkok bei tropischen Temperaturen.

Vorweihnachtsstimmung in Bangkok bei tropischen Temperaturen.

Der Königspalast in Bangkok ist vollgestopft mit Tempeln und Skulpturen.

Der Königspalast in Bangkok ist vollgestopft mit Tempeln und Skulpturen.

Und noch eine andere Ecke vom Königspalast.

Und noch eine andere Ecke vom Königspalast.

Dschungel kann man in vielen Nationalparks erleben. Z.B. in Khao Yai, nördlich von Bangkok.Dschungel kann man in vielen Nationalparks erleben. Z.B. in Khao Yai, nördlich von Bangkok.

Dschungel kann man in vielen Nationalparks erleben. Z.B. in Khao Yai, nördlich von Bangkok.

Die Geister wohnen oft besser als die Menschen.  Durch ein neugebautes Haus wird der Geist, der vorher auf dem Grundstück wohnte, gestört. Um ihn wieder zu versöhnen wird ihm ein Geisterhäuschen gebaut. Außerdem wird der Geist mit Opfern gefüttert, wie Reis, Obst, Cola, ... Auch große Firmen, wie z.B. Bayer, haben Geisterhäuschen vor ihren Gebäuden.

Die Geister wohnen oft besser als die Menschen. Durch ein neugebautes Haus wird der Geist, der vorher auf dem Grundstück wohnte, gestört. Um ihn wieder zu versöhnen wird ihm ein Geisterhäuschen gebaut. Außerdem wird der Geist mit Opfern gefüttert, wie Reis, Obst, Cola, ... Auch große Firmen, wie z.B. Bayer, haben Geisterhäuschen vor ihren Gebäuden.

In jeder Stadt gibt es Märkte mit diversen Brutzelbuden und Obstständen. Leider kann man bei den meisten Dingen nachher nicht sagen, was da so gut geschmeckt hat. Gut zu identifizieren ist das Obst. Vor allem Ananas und die kleinen Bananen sind vom Geschmack nicht mit dem Euro-Genormten Obst aus unserem Supermarkt zu vergleichen.

In jeder Stadt gibt es Märkte mit diversen Brutzelbuden und Obstständen. Leider kann man bei den meisten Dingen nachher nicht sagen, was da so gut geschmeckt hat. Gut zu identifizieren ist das Obst. Vor allem Ananas und die kleinen Bananen sind vom Geschmack nicht mit dem Euro-Genormten Obst aus unserem Supermarkt zu vergleichen.

"Pommesbude" auf thailändisch auf einem Night-Market. Es heißt, wenn Thailänder gerade nicht essen, dann denken sie dran, was sie wohl als nächstes Essen. Frischer geht es nicht: Oft wurden die Zwiebeln erst gehackt, wenn wir etwas bestellt hatten.

"Pommesbude" auf thailändisch auf einem Night-Market. Es heißt, wenn Thailänder gerade nicht essen, dann denken sie dran, was sie wohl als nächstes Essen. Frischer geht es nicht: Oft wurden die Zwiebeln erst gehackt, wenn wir etwas bestellt hatten.

Warten auf den Bus. Die Händler, die jeden Bus mit Leckereien stürmen, helfen einem, den richtigen Bus zu finden.

Warten auf den Bus. Die Händler, die jeden Bus mit Leckereien stürmen, helfen einem, den richtigen Bus zu finden.

Baumhaus Bungalow in XXX. Der Baumstamm ging direkt am Bett vorbei durch das Zimmer.

Baumhaus Bungalow in XXX. Der Baumstamm ging direkt am Bett vorbei durch das Zimmer.

Das einzige Schild, das man lesen kann, ist von "Coca Cola". Wir hatten zwar oft keine Ahnung was wir aßen, aber es war immer superlecker!

Das einzige Schild, das man lesen kann, ist von "Coca Cola". Wir hatten zwar oft keine Ahnung was wir aßen, aber es war immer superlecker!

Wer kann dazu schon nein sagen...

Wer kann dazu schon nein sagen...

Buddha ist überall. Auch in kleinen Städten findet man Riesen-Buddhas.

Buddha ist überall. Auch in kleinen Städten findet man Riesen-Buddhas.

Riesen-Buddha in der alten Königsstadt Sukhothai.

Riesen-Buddha in der alten Königsstadt Sukhothai.

Mangrovenwälder nördlich von Krabi.

Mangrovenwälder nördlich von Krabi.

Schon James Bond war hier Tourist -  "James Bond Island" bei Krabi. Wir haben uns selber ein Boot gemietet und konnten die einzelnen Inseln immer dann verlassen, wenn die großen Touristenboote kamen.

Schon James Bond war hier Tourist - "James Bond Island" bei Krabi. Wir haben uns selber ein Boot gemietet und konnten die einzelnen Inseln immer dann verlassen, wenn die großen Touristenboote kamen.

Exotische Märkte und Städte in der Mitte Thailands- Menschenleere Traumstrände im Süden.

Exotische Märkte und Städte in der Mitte Thailands- Menschenleere Traumstrände im Süden.

Auf dem Rückflug gab es Riesen-Häuser statt Riesen-Bäume: Großstadtdschungel in Hongkong.

Auf dem Rückflug gab es Riesen-Häuser statt Riesen-Bäume: Großstadtdschungel in Hongkong.

Hong-Kong bei "Nacht" von dem Peak runter fotografiert. Richtig dunkel wurde es jedoch nicht bei der Beleuchtung der vielen Wolkenkratzer.

Hong-Kong bei "Nacht" von dem Peak runter fotografiert. Richtig dunkel wurde es jedoch nicht bei der Beleuchtung der vielen Wolkenkratzer.

Erste eMail an die Heimat, 16.12.1999

Hallo Ihr lieben Frierenden,

Wir sitzen irgendwo, essen taeglich irgendwas und fahren mit irgendwem
irgendwohin! Wohin auch immer.

Und Internet gibt es auch!
Nach 3 Tagen Bangkok haben wir den Großstadtmief verlassen und werden
eine Dschugeltour machen. Mal wieder durchatmen...
Es ist kaum vorstellbar, welcher Gestank aufkommt, wenn zig-millionen
Bangkokanier mit Moppeds, Tuk-Tuks oder Autos ständig im Stau stehen. Aber trotzdem ist die Stadt einfach Irre und sollte gesehen werden. Denn es gibt viele schöne Tempel und einen tollen Königspalast.

Nette Leute gibt es hier, auch einige Europäer, die sind uebrigens auch alle mit Rucksack unterwegs. Aber durch Franks Größe und Swantjes blaue Augen und blonden Haare werden doch schon ziemlich bestaunt.

Wir haben gestern von Eurem Wettergehoert: -2 Grad
haben wir auch, aber nur als EIscreme um die 30 Grad zu ertragen.
Oder in den klimatisierten Bussen!


Liebe sonnigen Gruesse
bis zur naechsten eMail Station

Die erste Fernreise: Thailand 1999

Zweite eMail an die Heimat, 20.12.1999

Du merkst, dass Du weit weg bist wenn Du im Bus schlaefst und von einem
Hahn geweckt wirst...

...oder wenn man an einem Busbahnhof steht und nur noch Bahnhof versteht...
Nur die Coka-Cola Schilder sind in unseren Buchstaben lesbar.

Hi Ihr Lieben,
vielen Dank für Eure zahlreichen deutschen Gruesse.
Danke, dass Ihr uns an Weihnachten erinnert, aber man mekt es auch hier. Viele Hotels haben geschmackvolle Lchterketten an der ganzen Fassade und es gibt viele kitschige und auch schöne Lichterketten in Bäumen. Auch Weihnachtsbäume sind vorhanden!!! Allerdings aus Plastik. Es wird also prima fuer uns gesorgt.

>Doch wo Du schon mal in Thailand bist,
>bring mir doch bitte ein Kilo H e r o i n
>und ein Pfund Erdnüsse mit.
Das mit dem Heroin geht in Ordnung, aber die Erdnüsse wollt ihr bestimmt nicht haben! Sie werden gewaessert und schmecken ..., naja.

Damit Ihr seht, dass es nicht nur Freude ist mails zu schicken haben wir Euch mal ein thailändisches Windows-Fenster mitgeschickt. Eigentlich sehen Windows-Fehlermeldungen ja immer so aus.


Wir haben festgestellt, dass wir einen Kurz/Trip gebucht haben. Wir haben haufenweise nette Traveller hier kennengelernt, sie sind für mind. 6 WOchen bis 2 JAHRE (neid neid neid neid neid) hier.

Vorgestern haben wir einen Junggesellabend von einem englischen Päärchen
gefeiert, die heute in Bangkok geheiratet haben. Der Mekong-Whiskey eignet sich prima dazu, vor allem wenn eine ganze Flasche in einer Karaoke/Bar 4,- € kostet. Prost...

Wir wuenschen Euch gemuetliche Weihnachten
und freuen uns auf jedes Byte aus Deutschland.

Dritte eMail an die Heimat, 26.12.1999

Du merkst, dass Du weit wech von zu Hause bist,
wenn am Heilig-Abend Sylvesterknaller gezündet werden und man Dir ein
Happy new Year wünscht...
naja, sie haben es ja gut gemeint!


Hallo Deutschland!

Weihnachten haben wir tauchend unter Wasser auf einer kleinen Insel unter Palmen verbracht, so richtige Weihnachtsgefühle kommen ohne Plätzchen nicht auf. Unser Weihnachtsbraten war ein frisch gefangener Weihnachtsfisch.

Nach einer schönen Tour durch den Norden sind wir im touristischeren Süden gelandet. Die Zeiten, daß man der einzige Europäer weit und breit ist und ziemlich begafft wird, allerdings sehr freundlich, sind vorbei. Die Touristenmetropole Phuket haben wir nur gestreift, sie sieht aus wie Mallorca.

Hier gibt es an allen Telefonzellen und Bankautomaten und allem elektronischen Schilder mit "Y2K ready". Das läßt hoffen!

Heiße Weihnachtsgrüße und ne knallige Sy-Party
vom laechelnden Ende der Welt

(was einem manchmal ganz schön auf den Geist gehen kann. Es ist nämlich unhöflich zu sagen, dass man etwas nicht verstanden hat und sagt immer JA!!!)

Vierte eMail an die Heimat, 29.12.1999

Du weisst, dass Du ganz weit weg von zu hause bist, wenn die Pflaster
einige Farbtoene dunkler sind, ...
... und Du weit ab von einer Stadt ein Restaurant findest in dem es keine
Cola oder Pepsi gibt.

Hallo ihr Europäer,

unglaublich aber wahr!
Swantje wird 3 Tage auf einem Tauchboot sein!
Wir werden über Millenium 4 Bootsstunden weit weg sein von aller Zivilisation auf dem Tauchparadies "Similan Islands", dort gibt es zwar Riesen-Schildkröten und kleine Haie, aber keine eMail, also für lange Zeit wird es kein Lebenszeichen mehr von uns geben.

Wir wünschen Euch, daß Eure Lichter anbleiben und ihr keine kalten Füße bekommt. Und das Ihr keine Liebesgruesse aus Moskau bekommt...

Verschwitzte Gruesse
vom Ende der Welt

Fünfte eMail an die Heimat, 4.1.2000

Du weisst, dass Du ganz weit weg bist von zu Hause, wenn du Dein T-shirt
nach dem Waschen nicht trocknen musst, da es 5 min später eh keinen
Unterschied mehr macht...

Viele Gruesse aus dem Regenwald!

Hallo Ihr alle,
auch wir sind ins nächste Jahrtausend geschwappt, mit Japanern, Schweizern und Schweden. Auch den Fischen haben wir erzählt, dass nu Ende ist mit 1999. Wir beide haben etwas Pech gehabt, die anderen haben tatsächlich Haie und Turtles gesehen, neid...

Die Japaner haben ihren Vorurteilen vollstaendig entsprochen und alles geknippst was sich bewegte, auch unter Wasser!

Wir befinden uns auf dem Rückweg nach Bangkok, die paradiesische Zeit ist fast vorbei.

Eltern: Wir wünschen uns eine Käseplatte mit Schwarzbrot, Salat und Apfelschorle für die Heimkehr.

Sechste eMail an die Heimat, 8.1.2000

Du weisst, dass Du weit weg bist von zu Hause, wenn Du lächelnd einem Markt-Verkäufer sagst "Du hast aber schäußliche Plünnen" und er lächelnd "Yes" antwortet!

Wir sind an der Endstation Hong Kong angekommen und frieren bei 20 Grad!

Hier bewarheitet es sich, dass chinesen alles essen was Beine hat ausser Tischen, alles was schwimmt ausser Schiffen und alles was fliegt ausser Flugzeugen!

Ein Gang über den Markt hier ist wie in einem Aquarium-Besuch bei uns:
Schlangen und Kröten in Käfigen...

Hilfe, wir scheinen hier die einzigen ohne Handy zu sein, laut Statistik hat jeder 3. HongKonianer so ein Ding, aber die anderen scheinen sich nicht auf die Strasse zu trauen! Ständig bimmelt es und es kommen einem Leute mit Hand am Ohr entgegen.

Endlich ist das Gefuehl von Heimweh da!
Aber das zurueck nach Thailand!
(tja, Pech gehabt Eltern! :-) )

Dies war wohl der letzte Gruss aus der Ferne,
bis bald beim Schwimmen am Freitag

Swantje und Frank

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