Geschichten, Erlebnisse, Reiseberichte und Reisetipps von den letzten Reisen

Gewaltiges Travelhochgefühl im Oman

Oman, Naher Osten - bereist: April 2015

Gewaltiges Travelhochgefühl im Oman

Oman zeigte sich zu Beginn von der schlechten Seite:

Flieger halbe Stunde verspätet
Halbe Stunde warten nach der Landung im Flieger bis ein Bus kam.
Eine Stunde Passkontrolle.
Eine Stunde warten auf den Leihwagen.
Um halb 2 Uhr nachts im Hotel.

Aber am nächsten Tag hat Oman alles wieder gut gemacht!

Ich fahre nach Fanja und dort in den alten verlassenen Ortskern Al Hijara.

In Fanja frage ich nach dem Weg und werde weitergeleitet an einen englisch sprechenden Mann. Er erklärt ihn mir detailliert und lädt mich zum Tee ein. Gadoon heißt er, war 5 Jahre in Hannover und hat Medizin studiert. Nun ist er Professor hier.

"When you need assistance, i will be here for you. Ask for Gaddon. they will find me."

Was für ein herzlicher Empfang im neuen Land.

Auf dem Weg sehe ich am Fluss eine große Menschenansammlung. Ich versuche an den Fluss zu kommen, der 4WD macht sich bezahlt.

Dies war kein guter Tag für mehrere omanische Kühe. Ihre Eingeweide liegen auf dem Boden und um einen Berg aus Fleisch scharren sich zig Menschen und Millionen Fliegen um die besten Stücke. Es ist ein Schauspiel.

Gewaltiges Travelhochgefühl im Oman

Ich will zum Auto zurück. Ich hatte recht versteckt an einem nicht wirklich existierenden Weg geparkt und bin durchs Gebüsch zum Fluss gekommen. 2 Versuche zurück durchs Gebüsch bringen mich zu ein paar Häusern. Ein Omani kommt vorbei. er spricht zwar kein Englisch, versteht aber meinen ratlosen Blick und wie ich ihm meinen Autoschlüssel zeige. sein zweiter Versuch passt und ich stehe am Auto. Manchmal braucht es keine Worte.

Die verlassene Stadt bringt mich endgültig ins Travelglück. Zerfallene alte Lehmhütten auf einem Berg. Idyllisch, romantisch, entspannend, toll.

Gewaltiges Travelhochgefühl im Oman
Gewaltiges Travelhochgefühl im Oman
Gewaltiges Travelhochgefühl im Oman
Gewaltiges Travelhochgefühl im Oman
Gewaltiges Travelhochgefühl im Oman
Gewaltiges Travelhochgefühl im Oman

Dank Hassan habe ich nun einen neuen Haarschnitt. Und das für 2 EUR.

Es geht weiter zu einer Wandung am Wadi Quri, durch eine Schlucht entlang eines kleinen Wasserkanalrinsals. Auch hier packt mich das Travelglück. Großartige Landschaft, viele Steine zum Kraxeln und natürliche Pools zum Abkühlen, bei dem ich wohl ein paar Kaulquappen erschreckt habe.

Gewaltiges Travelhochgefühl im OmanGewaltiges Travelhochgefühl im OmanGewaltiges Travelhochgefühl im Oman

Am Ende der Wanderung steht eine Moschee, dankenswerterweise mit Wasserhähnen zur Reinigung vor dem Gebet. Warum hat Allah bloß nicht in den Koran schreiben lassen, dass man auch Seife verwenden solle beim Waschen? Das würde mir jetzt zugutekommen. Und Millionen von Gläubigen in den letzten 1400 Jahren auch.

Ich fahre nach Nizwa und suche mein Hotel. google maps führt mich durch ganz schön enge Gässchen. Da wo es sein soll sind Wohnhäuser. Ich frage einen Teenager nach dem Hotel. Er rennt vor meinem Auto her, um es mir zu zeigen. Nach 400m soll ich stehen bleiben und warten. Er kommt eine Minute später mit einem Fahrrad an und fährt voraus. So kommt er zu einem 4 minütigen Fahrradtour und ich zu dem Gefühl grandiose Gastfreundschaft zu erleben.

Oman hat mich gepackt. Liebe auf der ersten Blick.

Die entspannten Menschen, die Natur - einfach genial. die Straßen sind gut, die Städte sehr sauber und gemütlich mit zweistöckigen Häusern im eigenen Stil, 80% der Männer traditionell mit langem Gewand und Kappe gekleidet, die anderen sind wohl Inder. Was die Frauen tragen, kann ich nicht sagen. Ich sehe kaum welche. Die wenigen haben ein buntes oder schwarzes Gewand mit integriertem Kopftuch an, sind aber nicht verschleiert.

Kommentiere diesen Post