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Grandioser Tag in den Steinen im Oman

Oman, Naher Osten - bereist: April 2015

Zum Frühstück gibt es Toast mit Butter und Chemiemarmelade, Eier, Chemiekuchen und warmes Kichererbsenpürree. Sehr lustig fand ich den Asiaten am Nachbartisch, der alles auf einem Teller hatte - den Kuchen auf dem herzhaften Kichererbsenpürree.

Die Männer die Dubai tragen Tücher auf dem Kopf, hier im Oman eine Kappe. Frauen tragen als Kopfbedeckung ein Kopftuch. Soweit, so fair. Macht in sonnenreichen Wüstenstaaten bei >40 Grad sicherlich auch Sinn.

Im Oman tragen die Frauen bunte Kleider mit Kopftuch.

in Dubai trugen sie schwarze Gewänder.

Ob dies jedoch auch fair ist, dass Männer weiß tragen und Frauen schwarz, was doch irgendwie in der Sonne etwas blöd ist, weiß ich nicht.

Vorgriff: Auf dem Rückflug komme ich in Dubai recht abgewrackt in der Business Lounge an. Unrasiert, mit zerrissener Outdoor-Hose. ich muss etwas warten bis eine Dusche frei wird. Ich sitze gegenüber von einer jüngeren schwarzverhüllten mit ihrer Mutter. Sie fragen mich, ob ich auch nach Riad fliege. Sie haben wohl Angst so einen Penner in ihrem schönen Land zu haben. Ich verneine und sage, dass ich auf die Dusche warte. Sie haben mich angequatscht - ich nutze die Chance und frage, ob der schwarze Umhang nicht sehr warm wäre in der Sonne. Nein, kein Problem. Sie sind dran gewöhnt und außerdem gehen sie eh nicht oft raus und bleiben im Haus. na toll: "Ich habe mich dran gewöhnt, dass mein Mann mich schlägt, dass mein Nachbar den Müll vor die Tür wirft, zum Glück dürfen wir nicht vor die Haustür, ...".

So weit, so gut. was ein europäisches Auge nur sehr stört sind die verschleierten Frauen.

Es gibt in Restaurants family rooms, in denen Mädels ihre Verschleierung wahrscheinlich etwas lockern können und keine Angst vor Männerblicken haben müssen.

Ich bin immer wieder fassungslos, wenn ich Frauen sehe, die beim Essen mit einer Hand den Schleier leicht anheben und dann das Essen oder Trinken reinzuschieben. Immer Bedacht sich vor bösen männerblicken zu schützen. Mir soll keiner erzählen, dass das die Frauen toll finden und freiwillig machen - es sei denn man kennt es nicht anders. und dann ist es höchste Zeit es bei den anderen abzugucken. In Dubai konnte man das sehr oft sehen. Dort waren gefühlt 20% der Frauen verschleiert.

Du bist ein guter Moslem, wenn du 5 mal am Tag betest, den Ramadan einhältst und Abgaben zahlst - schade für die Inder, Pakistani und Bangladeshis, dass es egal ist wie Du deine Mitmenschen ausbeutest (solange es keine Moslems sind).

Arbeit ist hier billig. Wie auch in Dubai und Katar. Sie ist halt billig, wenn man weltweit jemanden findet, der bereit ist herzukommen und sie für einen Hungerlohn unter miesen Bedingungen zu machen. In Dubai werden Milliarden in den Sand gebaut. An den Arbeitern wird gespart.

Solch schlauen und weltverbessernden Gedanken kamen mir heute morgen. Ab heute Mittag waren sie weggeblasen, denn ich erlebe einen grandiosen Tag in den Bergen.

Ich fahre auf den Jabel Shams, mit 3009m Omans höchster Berg. Die Landschaft ist karg, nur ein paar Bäumchen und Sträucher haben es gepackt.

Hier gibt es Omans Grand Canyon.

Keine Ahnung wie groß der bei den Amis ist, aber der hier ist mal ordentlich groß.

Eine 4 stündige Wanderung zum verlassenen Dort Al Khitaym führt 200m unter der Kante (diese ist auf 2000m) an ein Ende des Canyons, wo bis 1970 Menschen sich Hütten in die Steine gebaut und Landwirtschaft auf Mini Terrassenfeldern betrieben haben.

Großartiger Ausblick, tolle Wanderung, beeindruckende Leistung der Menschen damals.

Sie sind sie damals nicht mit einem 4WD Jeep bis 4km entfernt auf den Berg gefahren und der Trail sah damals auch nicht so gut aus wie heute. Und sicher waren die Erträge auf den Minifeldern karg. Es ist ein erhebendes Gefühl sich auf einen Stein zu sitzen und einfach Natur und Stelle zu genießen.

die Nacht verbringe ich auf 1800m in einem Beduinen Zelt im Jabel Shams Resort, dem einzigen Resort oben auf dem Berg. Es verspricht ein grandioser Sternenhimmel zu werden.

Das verlassene und verfallene Dorf Ghul konnte ich aus Zeitmangel nicht angucken. Ebenso ein bewohntes Dorf oben im Berg, das direkt in den berg gebaut ist und per 10km off road erreichbar ist.

Steinlandschaften in den Bergen, auf dem Weg auf den Jabel Shams
Steinlandschaften in den Bergen, auf dem Weg auf den Jabel Shams
Steinlandschaften in den Bergen, auf dem Weg auf den Jabel Shams
Steinlandschaften in den Bergen, auf dem Weg auf den Jabel Shams
Steinlandschaften in den Bergen, auf dem Weg auf den Jabel Shams
Steinlandschaften in den Bergen, auf dem Weg auf den Jabel Shams
Steinlandschaften in den Bergen, auf dem Weg auf den Jabel Shams
Steinlandschaften in den Bergen, auf dem Weg auf den Jabel Shams
Steinlandschaften in den Bergen, auf dem Weg auf den Jabel Shams

Steinlandschaften in den Bergen, auf dem Weg auf den Jabel Shams

Wanderung zum verlassenen Dorf Al Khitaym in Omans Grand Canyon
Wanderung zum verlassenen Dorf Al Khitaym in Omans Grand Canyon
Wanderung zum verlassenen Dorf Al Khitaym in Omans Grand Canyon
Wanderung zum verlassenen Dorf Al Khitaym in Omans Grand Canyon
Wanderung zum verlassenen Dorf Al Khitaym in Omans Grand Canyon
Wanderung zum verlassenen Dorf Al Khitaym in Omans Grand Canyon
Wanderung zum verlassenen Dorf Al Khitaym in Omans Grand Canyon

Wanderung zum verlassenen Dorf Al Khitaym in Omans Grand Canyon

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