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Der Ärger der Zukunft

Indien - bereist: Januar 2012

Bei einer Sunset Fahrt sitzen wir neben einer Familie aus Nord Indien. Sie sind Sikh und er beruflich weit rumgekommen. Schweiz, Deutschland, USA, Indonesien, Singapur,… seine Liste war lang. Ja, er als Sikh schneidet sich nie die Haare. Die Barthaare sind gefaltet unter dem Kinn. Die Kopfhaare, mittlerweile 1m lang, unter dem Turban geknotet. Ebenfalls seine Frau und Tochter tragen die Haare ungeschnitten lang als Kneul. 

Er war gut informiert und konnte uns Details geben zu all den Problemen, von denen wir gehört hatten (insbesondere durch die empfehlenswerte Dokumentation Machtfaktor Erde im ZDF,  machtfaktorerde.zdf.de - zu sehen in der Mediathek). In der Kaschmir Region wollen die Moslems einen eigenen Staat, was weder Indien noch Pakistan zulassen. Daher kracht es dort seit mehr als 20 Jahren.

In Punjab wird mehr als 50% des Weizens und Reis für die Sättigung von ganz Indien angebaut. Vor 20 Jahren musste man 5m tief bohren für Grundwasser. Heute sind es 30m. Irgendwann ist alle. Und dabei schätzt man den Bevölkerungsanstieg bis 2050 von derzeit 1,2 Mrd auf 1,6 Mrd. Da wird wahrscheinlich etwas schief gehen…

Die Zweikind Politik ist eine Empfehlung der Regierung und wird bereits oft umgesetzt. Auch in Indien, wie auch in China, ist es unter sehr hohen Strafen verboten das Geschlecht eines ungeborenen Kindes zu ermitteln - wegen dem höheren Wunsch nach männlichem Nachkommen und der daraus resultierenden ABtreibung von Mädchen.

Im Norden gibt es einen riesen See, der die wichtigsten Flüsse von Indien speist. China hat bereits die Wasserzufuhr nach Indien gedrosselt. Ein riesen Staudamm von China ist in Arbeit, mit dem weiteres Wasser umgeleitet wird nach China. Das klingt nach Ärger. 

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