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Ein beinnahe perfekter Tag im Paradies

Seychellen 2010 - bereist: Oktober 2010

wir15 Minuten Busfahrt und 15 Minuten Fußweg sind es bis zum Paradies.

Zumindest von Rona aus, bei der wir zwei Nächte auf Praslin übernachten (marcusgrandcourt@seychelles.sc, tel: 0248233518).

Und zumindest ist dies ihre Schätzung um bis zum Strand “La Blague” zu kommen.

Es geht los mit einem sehr klapprigen und altersschwachen Bus, der sich mit Müh und Not den steilen Berg von Praslin hochquält, um auf die andere Inselseite zu kommen. Er hat es die letzten 100 Jahre geschafft, da wird er es auch heute schaffen.

Zu Fuß geht es weiter. Nach den 15 geplanten Minuten sind wir unserem Ziel laut Karte noch nicht sehr nahe gekommen. Ein Auto überholt uns und unser ausgestreckter Daumen bringt uns eine Mitfahrgelegenheit über einen Berg, der uns bei diesen Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit die allerletzte Puste geraubt hätte. Wir können uns keinen Seychellianer vorstellen, der diese Entfernung in 15 Minuten schaffen sollte, da sie im Alltag nicht unbedingt durch Geschwindigkeit auffallen.

Der Strand war wie versprochen paradiesisch. Menschenleer mit ein paar Granitfelsen. Ein paar Palmen boten idealen Sonnenschutz und Infrastruktur für unsere Hängematten. Unser erster Faulenzertag nach den Inselerkundungen per Auto auf Mahé zuvor.

Hängematten unter Palmen, Blick aufs türkisfarbende Meer, Sonne mit wenigen Wolken, zwischendurch Schnorcheln mit haufenweise bunten Fischen und einer Turtle - der perfekte Tag im Paradies.

Zumindest bis wir in den Bus stiegen und die 30 Cent fürs Ticket bezahlen wollten - dabei feststellten, dass das Portemonnaie zwar noch da war, aber alle Scheine fehlten. Unsere ca. 50 EUR hat wohl nun jemand anders (Pässe, Kreditkarten und das große Geld waren natürlich im Hotel). Das war der Preis für gemeinsames Schnorcheln. Es hätte ein perfekter Tag werden können…

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