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Schlemmen und schlafen in Tokio

Japan - bereist: Oktober 2009

Schlemmen und schlafen in Tokio

Am Sonntag waren lauter hippe Leute unterwegs. Seit Montag fast alle im perfekten Business Dress mit Hemd, Krawatte, Anzug und strahlenden Schuhen.

Unser Zimmer im Oak Hotel hat ungefähr die Ausmaße eines Wohnwagens. Aber dafür ist es für japanische Verhältnisse mit 80 EUR pro Nacht ein Schnäppchen, dabei mit recht guter zentraler Lage an der Ueno Station. Wir haben aber wohl auch eines der kleinsten Zimmer abbekommen. Bei der nächsten Reservierung sollte man sich wohl nicht Raum 211 wünschen und keines im ersten Stock, da es da etwas lauter sein kann.

Ganz um die Ecke ist ein winziges Nudelrestaurant. Der Besitzer war supernett, hatte eine unheimlich freundliche Art und konnte die besten Nudeln der Welt machen, nach traditionellem Rezept seiner Oma. Obwohl das Rezept einfach ist (Weizenmehl und gesalzenes Wasser für den Teig, den eine Nacht stehen lassen, dann in Wasser kochen und gut abspülen) waren die Nudeln in der Currysuppe einfach klasse. Eigentlich wollten wir nur kurz ein Süppchen essen und dann weiterziehen zum Sushi – aber wir sind hängen geblieben. Im Oak Hotel hängt ein Schild mit Wegbeschreibung - oder dort einfach fragen nach dem Udon Nudel Restaurant.

Beim Sushi haben wir die Killerapplikation für RFID (die Funketiketten) gesehen: Getaggte Sushiteller! Sushi kann man auf günstigere Weise an den Sushi Bars essen, wo das Sushi auf einem Transportband im Kreis fährt. Man nimmt sich die Leckereien, die auf unterschiedlich farbigen Tellern liegen, die unterschiedliche Preise bedeuten. Am Ende werden die Teller gezählt und man zahlt. In einem Sushiladen ging das Zählen anders: Mit einem kleinen mobilen Gerät fuhr der Kellner an dem Tellerstapel vorbei. Jeder Teller hatte ein RFID Chip, der eine eindeutige Identifikationsnummer sendet. Damit weiss das Gerät, dass es nichts doppelt gelesen hat. Für jedes Bier hat man auch ein Tellerchen erfalten. Die Rechnung wird auf einem weiteren RFID Chip gespeichert, mit dem man zur Kasse geht.

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