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Führung von SAP Kunden durch deutschen Supermarkt

Städte - bereist: Oktober 2009

Kaum zurück in Deutschland habe ich Bersuch von 2 Kunden aus Kolumbien und einem aus Japan.
Dem Japaner schwärme ich erstmal von Japan vor, den anderen von meiner mobilen Lösung. 
Wir sind am ersten Tag bereits am Nachmittag fertig und machen uns auf dem Weg nach Weinheim, einer angeblich schönen Stadt. Die Touri-Pilgerstätte Heidelberg steht morgen auf dem Programm.

Die Altstadt von Weinheim macht wirklich was her mit ihren unzähligen, bis zu 500 Jahre alten, Häuschen. In einem Hinterhof finden wir das Atelier von Peter Hook, einem Künstler, der sich auf schöne seltsame und doch sehr bequeme Stühle aus Holz spezialisiert hat.

Wir schlendern durch die Stadt und finden einen Laden "Vom Faß". Perfekt. Etwas sehr deutsches. Zumindest etwas sehr Un-Kolumbianisches und Un-Japanisches. Meine Gäste staunen über die Auswahl, probieren fiesen Obstler und leckere Liköre, kaufen ein paar ölige und senfige Mitbringsel. Vom Inhaber erhalte ich den Tipp, dass es das "Cacao" gibt, eine Chocolaterie. Genau mein Revier.

Das Cacao ist ein hübscher Laden mit einer großen Auswahl an Pralinen. Man kann dem Chocolaterie-Meister bei der Arbeit zugucken - und mit ihm eine Menge Spaß haben. Ich stelle ihm die Gäste vor. Schoki aus Kolumbien hat er nicht. Aber aus Brasilien und Equador. Und wir sollen den Unterschied rausschmecken. Wir probieren uns durch die Pralinen durch. Die Preise sind mit ca. 40 ct pro Praline sehr gut und auch für kolumbianische Portemonnaies finanzierbar. Sogar eine Nuss-Nougat Creme gibt es. Also eine Copy-Nutella. Ich bin gespannt und freue mich auf das nächste Wochenende zum Testen.

Ich frage nach einem guten Käseladen. Der Schokoladenmeister empfielt uns den Supermarkt Marktkauf. Nicht gerade das, was ich gesucht und zeigen will, aber es stellt sich als super Tipp heraus.

Aber erstmal Kultur. Pünktlich zu einem tollen Sonnenuntergang kommen wir oben auf der Burgruine an. Burgen und Schlösser müssen sie sich natürlich auch angucken.

Es geht weiter zum Supermarkt. Zu Beginn gibt es einen türkischen Laden mit Oliven und Pampen. Nicht typisch Deutsch, aber typisch für unsere neumodischen Kaufgewohnheiten. Richtig Deutsch wird es am nächsten Stand. Einer Metzgerei. Wir probieren uns durch grobe Leberwurst, Pfeffersalami, Schinken, Blutwurst, Kinderwurst
Es geht weiter zu der Bäckerei und ich zeige ihnen die Auswahl. Nächste Station ist die Weinabteilung mit einer riesigen Auswahl an französischen, italienischen und deutschen Weinen. Ich zeige ihnen die unterschiedlichen Anbaugebiete. Normalerweise finde ich es Übel, wenn mitte Oktober die Weihnachtsleckereien angepriesen werden. Heute ist es perfekt und sie kaufen meine bevorzugten Leckereien von Lindt als weiteres Souvenier. Die nächste Probierstation ist die Käsetheke und wir essen uns durch die Länder.
Als wir in die Obst- und Gemüseabteilung kommen machen sie lange Gesichter. Grüne Bananen. Keine Mangos. Nur 3 Sorten Kartoffeln. Da hat Kolumbien eine gewaltig größere Auswahl - und wesentlich mehr Frische. Mit Bananen, die am Baum gelb geworden sind, Mangobäumen im Garten und einer unzähligen Anzahl von Kartoffeln in allen möglichen Farben.

Per Zufall und Rumfragen ist es ein perfekter Nachmittag in Weinheim geworden.
Wir haben zwar kaum noch Hunger, aber es geht weiter mit Abendessen in einem Weingut mit Restaurant. Federweisser mit  Zwiebelkuchen und Flammkuchen.

Dies war sicher eie ungewöhnlichste Fremdenführung mit Durchfuttern im Supermarkt. Den Gästen hat es bestens gefallen und sie haben eine leckere Sicht auf Deutschland erhalten.

4 Tage später ist der Auftrag da.

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