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Regeln im Chaos

Indien - bereist: Dezember 2010

Indien ist Chaos. Das weiß man und dafür kann man es lieben oder hassen.

Lästig wird es, wenn Regeln eingeführt werden und Menschen einen Job haben für dessen Einhaltung zu sorgen.

Dann hat man 4 Kontrolleure der Boardkarte, was einfach Zeit kostet.

Einer Frau wurde der Zugang zum Flieger verwehrt, da an einem Handgepäckstück ein Sticker der Sicherheitskontrolle fehlte. Nach dem Durchleuchten wurde jedes mit so einem Ding versehen. Man benötigt nicht viel kriminelle Energie, um sich auszudenken wie man dieses System aushebeln kann: Durch die Sicherheitskontrolle gehen, Sticker bekommen. Sticker abnehmen. Rausgehen und erneut mit seiner Boardkarte durch die Kontrolle gehen. Schon erhält man Sticker im Überfluß. Der Sticker ist also sinnlos. Wie sovieles. Trotzdem werden solche Regeln eifrig eingehalten.

 

ich erlebe es am Flughafen und verpasse fast den Flieger:

Ich bin online eingecheckt und habe nur Handgepäck - kann also in allerletzter Minute ankommen. Eigentlich. Empfohlen ist 2 Stunden vor Abflug dazusein. in Delhi ist dies sehr knapp kalkuliert.

Das Problem ist, dass ich weiteres Bargeld benötige, um meinen Fahrer zu bezahlen. Außerhalb des Flughafens gibt es nur ATMs für indische Bankkunden. Ein Automat, der mir Geld geben würde, steht innen. 30m entfernt vom Ausgang. Ich versuche durch den Ausgang reinzugehen und werde gestoppt. Das Problem: In indische Flughäfen kommt man nur mit ausgedrucktem Ticket - ich habe eine eMail im BlackBerry. Der Ausgang wird von einem Wächter mit Gewehr bewacht, dessen Arbeitsanweisung offensichtlich darin bestand niemanden durch den Ausgang reinzulassen. Meine Diskussionsversuche bringen eine Menschenansammlung von 20 Indern um mich herum, Ich versuche ihm klarzumachen, dass er mich erschießen darf, wenn ich mich weiter wegbewegen würde als bis zu dem Geldautomaten . Sinnlos.

Mir wird geraten ein besucher-Ticket zu besorgen, was natürlich Quatsch ist. In 30 Minuten ist Abflug.

Glücklicherwiese steht ein deutscher Kollege am Eingang, der mir die 20EUR in Rupien leihen kann. Ich jogge zu dem Fahrer, bezahle ihn und jogge zurück.

Nun benötige ich ein Papier, das mich zum Eingang in den Flughafen legitimiert. Das bekommt man an den Schaltern der Fluggesellschaften vor dem Eingang. Ich nicht. Die Emirates Passagiere stehen auf einer Liste. Auf einer riesigen Liste auf Endlospapier sucht der Sherif am Eingang meinen Namen. endlich kann ich rein. Warum nur so umständlich...

 

Nach vielen Ermahnungen, dass ich viel zu spät bin, aber Glück hätte da ich kein Gepäck aufgebe, bekomme ich am Checkin meine Boarding Card 20 Minuten vor Abflug.

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